Steinzeug – architektonisches Lichtrohr 252 m²

"Spannende" Architektur mit ausgeklügelter, kostenoptimierter Tragkonstruktion

Fakten:

  • Maße:
  • B 12m, L 21 m, H 6m, 252 m², 1.281 m³
  • Räume:
  • 1 Konferenz, 1 Küche,1 Lager, 1 Personal (PC, Fax, Tel)
  • Bereiche:
  • 1 Info (PC, Fax, Tel), 1 Bar , 3 Lounge, 5 Vitrinen, 4 Prospekt, 2 LCD 42“, Steh und Bistrobereiche
  • Zeiten:
  • Planungszeitraum ca. 12 Monate, Bauzeit 5 Tage (90 Stunden)
  • Leistungen:
  • Konzept, Entwurf, Visualisierung, Möbeldesign, Vorbereitung der Vergabe, Ausführungs-, Tragwerks-, Licht- und technische Planung, Produktionsplanung & Überwachung, Bauleitung & Überwachung.

Idee:

ganz einfach: ein Rohr !

Herausforderung:

Tragwerksplanung in Verbindung der Beleuchtung, ohne "klotzig" zu wirken. Leichtigkeit als Thema.

Konzept:

Die Messe lebt vom Laufen, Schauen und Finden.

Transparenz, Ein- und Ausblicke werden geschaffen durch das Aufteilen des Rohres in einzelne Bogensegmente. Die Abwasserrohre als Ausstellungsobjekt sind wie gotische Statuen in die Architektur mit eingebunden, wirken wie Säulen.

Ein weiteres architektonisches Element bildet das Rechteck aufgelöst in der Form blockartiger Rahmen. Sie durchdringen das Rohr, bilden Räume, den gegenüberliegenden Eingang und die Sockel der Steinzeugrohre. Sie wiederholen sich in den Brüstungen/ Vitrinen, dem Counter und den Prospektständern. Diese Formensprache spiegelt auch die grafischen Elemente des Firmenlogos.

Die offenen Seiten des Rohres bleiben als solches erhalten und bilden Zugänge mit Informationscharakter. Hier befinden sich Prospektständer, Ausstellungsvitrinen und ein Informationscounter.

Ein weiterer Eingang durchbricht eine der Längsseiten, korrespondiert mit dem gegenüberliegenden Block (der Küche, Technik, Personal und dem Konferenzraum). Dessen Front auch die Gestalt des Rahmens hat:

  • Im Bereich des Konferenzraumes mit graphisch satiniertem Glas. Die drei zweiseitig eingespannten Scheiben sind versetzt und bilden ein Labyrinth als Schutz vor Einblicken. Ein offener und doch geschützter Raum, ähnlich der Standhülle.
  • An der Bar gestaltet mit Spiegelglas. Es vergrößert die Raumoptik, spiegelt das halbrund der Theke und der Architektur zu einem geschlossenen Rohr.

Die Außenseite des Blockes bildet eine große Leinwand für das Firmenlogo. Links und rechts des Eingangs gegenüber der Bar und Konferenz befinden sich erhöhte Podeste, erschlossen über Stufen in voller Breite. Hier sitzt man bequem, eingeschmiegt in die lichtdurchflutete Hülle des Standes.

Diese wiederum gestaffelt durch die durchdringenden Sockel der „Säulen“ und abgeschlossen mit den brüstungsartigen Vitrinen. Wie der Kern des Ganzen liegt das größte Rohr der Produktpalette im Innern der architektonischen Hülle.