BEISPIEL

Kosten & Nutzen einer unabhängigen, neutralen Planung

FALL BEISPIEL

Anhand eines Bades lässt sich der Sachverhalt anschaulich darstellen.

Bauherr A

Bauherr A verzichtet auf die Dienste des Innen-Architekten. Er geht zu 3 verschiedenen Bad-Studios und Sanitär-Fachbetrieben, die im besten Fall auch eine "Badplanung" anbieten.
Die Unternehmen fertigen eine Zeichnung an, wie das Bad aussehen könnte und unterbreiten dem potentiellen Kunden einen
Kostenvoranschlag für die Gesamtabwicklung.
Danach geht er mit den neuen Ideen zu einzelnen Handwerkern (Heizung/Sanitär, Putz, Estrich, Fliesen, Glaser, Schreiner).
Möchte von jedem Gewerk 3 Angebote , muss also zu 12-15 Handerksunternehmen gehen!!!
Jeder berät so gut er kann und nach seinem Ermessen, Möglichkeiten und Material-Lieferanten.
Der Bauherr erhält viele Kostenvoranschläge und Angebote, anhand unterschiedlichster Ratschläge.
Teilweise auf Stundenlohnbasis und Schätzungen der Handwerker, teilweise auf Festpreisbasis, mehr oder weniger genau.
Bauherr A vergibt die Aufträge an das/die Unternehmen mit dem seiner Ansicht nach bestem Preis/Leistungsverhältnis.
Verlässt sich auf die vielen Ratschläge der Unternehmer, Handwerker,Freunde und Bekannten.
Und letztendlich auf sein eigenes Urteilsvermögen.

Bauherr B

Bauherr B beauftragt einen Innen-Architekten, ihm ein Bad zu entwerfen und bauen zu lassen.
Der Innen-Architekt hört die Wünsche des Bauherren, stellt gezielte Fragen nach seinen Gewohnheiten und Vorlieben.
Er berät, macht Vorschläge, fragt nicht zu Letzt nach seinem Kostenrahmen, macht sich ein Bild der Gegebenheiten/Bestand
und analysiert das Ganze. Fertigt Vorskizzen an, die er dem Bauherrn vorlegt und bespricht.
Entsprechen die Skizzen den Vorstellungen des Bauherren kann der Innen-Architekt eine Kostenschätzung erstellen.
Anhand der geschätzen Kosten werden dann weitere mögliche Einsparpotentiale ermittelt.
Diese gewonnen Ergebnisse lässt der Innen-Architekt mit in den nun folgenden Entwurf und die Materialwahl einfliessen.
Entspricht dieser den Vorstellungen des Bauherrn,werden spätestens Materialien, Beschläge und Details festgelegt.
Mit den fertigen Plänen und daraus ermittelbaren notwendigen Arbeiten erstellt der Innen-Architekt ein Leistungsverzeichnis,
und geht zu je drei Unternehmen (oder Handwerkern), die nicht über ein eigenes Planungs- und Entwurfsbüro
verfügen müssen, und erhält je 3 (bei 5 Handwerkern insg. 15) Angebote die er miteinander vergleichen kann.
Die Angebote liegen dabei in der Regel mindestens 15, teilweise bis zu 40% unter denen, die ein "Endkunde" bekommt, da den
Unternehmen die üblichen Kosten für Akquise, Beratung, Entwürfe, Pläne und Ermittlung der notwendigen Mengen & Arbeiten
zur Erstellung Ihres Angebotes entfallen.
Schließlich empfiehlt Der Innen-Architekt dem Bauherrn die Unternehmen und Handwerker mit den "besten", nicht
zwingend billigsten Angeboten und der für das Vorhaben geeigneten Qualifikation.
Hierfür erstellt er auch die entsprechenden Handwerkerverträge, koordiniert die einzelnen Unternehmen am Bau, überprüft die
Qualität der laufenden als auch fertigen einzelnen Arbeiten. Ferner prüft er sogar die Abschlags- und Abschlußrechnungen der
Auftragnehmer auf Richtigkeit und überwacht eventuell notwendige Nacharbeiten.

NUTZEN

Liegen die Angebote in unserem Fall zwischen 15.000 und 25.000 Euro, so ist das Honorar für die professionelle Planung in der Differenz leicht enthalten.

Bauherr B erhält das optimale Bad zum "besten" Preis. Je größer die Bausumme, um so mehr Einsparungspotential. Zwar haben beide Bauherren am Ende ein Bad und falls die Qualität stimmt zu einem vernünftigen Preis. Bauherr B jedoch konnte die Angebote miteinander vergleichen, da das Bad vor seiner Ausführung komplett und nach den Vorstellungen des Bauherren geplant war. Sein Innenarchitekt konnte aufgrund seiner Erfahrung und seiner Kenntnisse jede Kleinigkeit festlegen. Details, die die ausführende Firma sonst so nicht bauen "konnte" wurden vom Innenarchitekten entwickelt. Bauherr A war auf die Beratung durch die Auftragnehmer angewiesen. Deren Ratschläge waren nicht neutral und konnten nicht verglichen werden.

Hinzu kommen bei Bauherr A in der Regel wesentlich höhere sogenannte Nachträge. Also Handwerkerkosten, die während der Ausführung zusätzlich entstehen und im Kostenvoranschlag nicht enthalten waren (30% sind keine Seltenheit, beim billigsten Anbieter oft viel mehr). Bei Bauherr B mit seinem waren alle Leistungen durch den Innen-Architekten nahezu lückenlos beschrieben und somit in den Angeboten enthalten. Nachträge liegen hier in der Regel bei 5 (maximal 10%) sind aber durch die Kontrolle des Innenarchitekten frühzeitig einkalkuliert und steuerbar.

ERFAHRUNG

Die Erfahrung als Innenarchitekt zeigt, dass die Kostenvoranschläge für das gleiche Gewerk ohne weiteres um 100% schwanken. Erheblichen Einfluß auf den Preis haben z. B. die Faktoren Betriebsausstattung, Auftragslage und Einkaufskonditionen des Auftragnehmers. Muß ein Betrieb Leistungen zukaufen, steigt selbstverständlich der Preis. Fehlen einem Auftragnehmer Erfahrungen auf einem Gebiet, versucht er den Bauherren umzustimmen oder muß Mehrarbeit einkalkulieren. Erstellt ein Unternehmer kostenfreie Pläne und Entwürfe wird er diese in der Mischkalkulation übers Jahr áuf seine Aufträge verteilt durch höhere Preise wieder einholen. Wenn sich diese Leistung für Ihn nicht rechnet, leidet auf Dauer die Qualität dieser "kostenfreien" Serviceleistung. Ein kleiner Handwerksbetrieb ist in der Regel günstiger als ein großer. Kann aber nur mit der Planung des Innenarchitekten und unter seiner Leitung vergleichbare Qualität erzielen.

Diese Faktoren berücksichtigt der Innenarchitekt auch bei den Verhandlungen und der Auftragsvergabe mit den Unternehmen.

  • Sollten Sie jetzt immer noch Interesse haben, aber noch offene Fragen, rufen Sie einfach an.

Vielen Dank für Ihr Interesse!

RALF BECKER, Dipl.-Ing., BDIA Innenarchitektur